Seven-Card Stud war im letzten Jahrhundert die wohl populärste Pokervariante, bis Texas Hold’em Anfang der neunziger
Jahre Las Vegas und die Westküste der USA im Sturm eroberte.
Nichts desto trotz ist Stud an der Ostküste der USA noch immer sehr beliebt und hier erklären wir Ihnen, wie es funktioniert:
Das Spiel beginnt mit Ante, was jeder Spieler einsetzen muss. Die Höhe des Ante entnehmen Sie bitte dem einzelnen Spiel,
aber hier ist eine Tabelle mit den verschiedenen Einsatzhöhen, die wir bei UltimateBet anbieten:
| Limit | Ante | Bring In |
|---|---|---|
| .25/.50 | .10 | .15 |
| 1/2 | .25 | .50 |
| 3/6 | .50 | $1 |
| 5/10 | .50 | $2 |
Nun werden jedem Spieler drei Karten gedealt, zwei verdeckt und eine offen.
Der Bring-In
Nachdem die Spieler ihre Karten erhalten haben, kann der Spieler mit der niedrigsten, offenen Karte die Runde eröffnen und den Bring-In setzen. Ungleich Ante ist der Bring-In keine Pflicht, der Spieler kann selbstverständlich auch aussteigen.
Der Bring-In beträgt entweder das Minimum oder man kann einen ”Full Size” Einsatz bringen. Zum Beispiel, in einem $3-$6 Spiel könnten Sie den Minimum Bring-In von $1.00 oder den Full Size Einsatz mit $3.00 (wir werden das $3-$6 Spiel für all unseren weiteren Beispiele hier weiterhin nutzen). Meistens jedoch bringen die Spieler in der ersten Einsatzrunde nur den Minimum Einsatz, aber es steht Ihnen frei.
Ganz nebenbei, das einzige Mal, das beim Pokern die Farben eine Wertigkeit haben, ist hier beim Bring-In. Die Wertigkeit ist die folgende (beginnend mit der Höchsten): Pik, Herz, Karo und Kreuz. Nehmen wir mal an, zwei Spieler am Tisch haben eine 3 als offene Karte, Herz und Karo. Der Spieler mit Karo müsste als erster den Bring-In setzen, wenn er denn möchte. Das Spiel bewegt sich dann im Uhrzeigersinn.
Fourth Street (die zweite Einsatzrunde)
Nachdem die Bring-In Runde abgeschlossen ist, wird jedem Spieler eine weiter offene Karte gedealt. Nun beginnt aber der Spieler mit den höchsten offenen Karten! Der Spieler hat die Wahl zu checken oder zu Wetten. Auch hier ist bei einem Remis die Farbwertigkeit entscheidend. Haben zwei Spieler zum Beispiel A-4 als offene Hand, beginnt derjenige mit der höheren Farbwertigkeit.
Der Spieler hat jetzt die Wahl zu checken oder zu Wetten. Nehmen wir an, Spieler A setzt $3, Spieler B erhöht auf $6. Sobald das geschehen ist, ist der Minimum Einsatz $6. Spieler C könnte nicht auf $9 erhöhen, er müsste um weitere $6 auf $12 erhöhen. Jede weitere Erhöhung findet dann in $6 Schritten statt.
Fifth und Sixth Streets
In der “fifth street” Runde erhalten Sie Ihre dritte offene Karte, danach folgt wieder eine Einsatzrunde die mit dem Spieler mit der höchsten offenen Hand beginnt. Von diesem Punkt an erhöht sich der Minimum Einsatz auf $6.
Die Sixth Street erfolgt nach dem gleichen Schema, Sie erhalten Ihre vierte offene Karte.
Seventh Street, AKA "The River"
Die Einsatzrunde der Seventh Street verläuft identisch wie die der Sixth Street, mit einem Unterschied, die siebte und letzte Karte wird Ihnen verdeckt gedealt. Nachdem alle am Tisch verbliebenen Spieler Ihre Einsätze abgegeben haben, müssen Sie jetzt ihre finale Hand zusammenbauen. Sie haben sieben Karten, drei sind verdeckt, vier sind offen. Sagen wir mal, Sie haben folgendes Blatt: (4-4) 5-6-5-7 (7), Sie haben keine drei Paare, Sie müssen sich von zwei Karten trennen, da die finale Hand aus fünf Karten besteht. Die bestmögliche Hand in diesem Beispiel wären zwei Paare, 5 und 7 mit der 6 als Kicker. Unsere Software hilft Ihnen im Spiel dabei, wenn Sie bis zum Schluss dabei sind, wird der Computer Ihre bestmögliche Hand hervorheben. Stud erhält seinen Reiz durch die Kombination aus offenen und verdeckten Karten, sowie den Fakt das Sie keine Gemeinschaftskarten haben, wie bei Texas Hold’em zum Beispiel. Sie können sich hier voll und ganz auf Ihre Karten konzentrieren. Aber lassen Sie sich nicht täuschen! Die offenen Karten Ihrer Gegner mögen zwar wie ein Trümmerblatt aussehen, aber ein paar offene 2en könnten sich am Ende als Vierling entpuppen!
Die größten Unterschiede zwischen Stud und sog. “Flop Games“, wie Texas Hold’em oder Omaha, sind die folgenden:
- Es gibt fünf Einsatzrunden bei Stud (drei davon mit höherem Einsatzlevel), gegenüber vier bei Texas Hold’em und Omaha (wovon nur zwei auf dem höheren Einsatzlevel sind).
- Und weil es keine Gemeinschaftskarten gibt. Es gibt halt kein geteiltes Leid. Wenn das Board nur aus Trü mmerkarten besteht, leiden alle darunter. Bei Stud hat jeder seine eigenen Karten, was viele Spieler als Vorteil sehen. Und nur Sie alleine können das Blatt spielen.
Die Hand (hand rankings) bei Seven-Card Stud ist die exakt die Gleiche wie bei allen anderen High-only Pokervarianten.